Kaisersaal Berlin

Bauliche Mängel und ein fehlerhafter Anstrichaufbau hatten dazu geführt, dass die Beschichtung in dem sanierten Kaisersaal im Berliner Sony-Center bereits nach wenigen Jahren wieder schadhaft war. Im Sommer 2008 wurde deshalb erneut saniert.

Als Teil des "Grandhotel Esplanade" war der Kaisersaal die erste Adresse, wenn Kaiser Willhelm II mit seinen Gästen dinieren wollte. In den Zwanziger Jahren gab es hier rauschende Filmfeste. 1944 dann wurde das Hotel Esplanade zu 90 Prozent zerstört. Nach dem Krieg zunächst noch als Veranstaltungsort genutzt, fristete es ab 1961 ein Dasein im Schatten der Mauer und diente erst 1972 wieder als Filmkulisse für "Cabaret" mit Liza Minelli und 1986 für Wim Wenders "Himmel über Berlin". 1996 wurde der Kaisersaal dann aus dem Ruinenensemble herausgelöst und um 75 Meter in das neue Sony-Center verschoben. Er wurde aufwändig restauriert und als Restaurant und Veranstaltungsort wieder eröffnet.

Bereits um das Jahr 2005 herum gab es jedoch deutliche Rissbildungen an Decken und Wänden und Schäden im Anstrichfilm. Offenbar war ein Kunstharzlack eingesetzt worden, der im Laufe der Zeit versprödet und mangels ausreichender Haftung großflächig abgeplatzt war. Der ölhaltige Anstrich war zudem auf einem hoch alkalischen Putz aufgebracht worden, was den Film zerstört hatte. Im Sommer 2008 stand deshalb eine erneute Sanierung an - diesmal mit einem Systemausbau aus dem Lucite®-Programm.

Zunächst wurde die gesamte ca. 380 Quadratmeter große Fläche mit dem Lucite® Contact-Primer vorbehandelt, der auf alten Anstrichen und Lackierungen und auf vielen kritischen Untergründen eine sichere Haftbrücke bildet. Nachdem die Grundierung über Nacht getrocknet war, folgte die zweimalige Beschichtung mit der Arcyl-Innendispersion im Farbton Keim 9255. Der edle Crémeton war dafür bei der MEGA Berlin über die MixPlus Mischanlage abgetönt worden. Um ein besonders schönes Oberflächenfinish zu erzielen und um den engen Zeitrahmen sicher einzuhalten, wurden sowohl die Grundierung als auch die Dispersion im Airless-Spritzverfahren aufgebracht. Beide Materialien konnten dabei unverdünnt direkt aus dem Gebinde verarbeitet werden. Da die Innenwandfarbe extrem schnell trocknet und bereits nach drei bis vier Stunden überarbeitbar ist, konnten Erst- und Zweitanstrich sogar am selben Tag erfolgen.
 

Adresse:
Sony-Center, Potsdamer Platz
10785Berlin
Deutschland
Gebäudeart:
Öffentliches Gebäude
Gebäudezustand:
Renovierungsobjekt
Verwendete Anstrichstoffe:
Lacksystem, Dispersion Innen
Untergründe:
Putz
Größe der Fläche:
Bis 500 m2
Ausführender Malerbetrieb:
Jozefowski & Team, Malerwerkstatt GmbH
Ansprechpartner: André Jozefowski
Ehrlichstraße 54
10318Berlin
Deutschland
Telefon: 030/98 69 78 46
Telefax: 030/98 69 78 48
maler@jozefowski-team.com
http://www.jozefowski-team.com/home.html
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